Tennis für Anfänger: Dein Guide zum ersten Aufschlag
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Tennis für Anfänger: Dein Guide zum ersten Aufschlag

Tennis hat in den letzten Jahren ein beeindruckendes Comeback erlebt – und das zu Recht! Kaum eine andere Sportart bietet dir so viel auf einmal: Ausdauer, Koordination, Taktik und jede Menge Spaß. Und das Beste: Du kannst als Erwachsener problemlos einsteigen, auch wenn du noch nie einen Schläger in der Hand hattest. In Deutschland gibt es über 9.000 Tennisvereine, und viele davon bieten spezielle Erwachsenen-Anfängerkurse an.

Warum Tennis als Erwachsener starten?

Tennis vereint Eigenschaften, die kaum eine andere Sportart in dieser Kombination bietet:

  • Ganzkörpertraining: Beine, Rumpf, Arme, Schultern – alles wird beansprucht. Eine Stunde Tennis verbrennt je nach Intensität 400–600 Kalorien.
  • Sozial: Einzel oder Doppel – du spielst immer mit anderen zusammen. Tennisvereine sind echte Gemeinschaften, in denen schnell Freundschaften entstehen.
  • Lebenslanger Sport: Von 20 bis 80+ spielbar. Im Gegensatz zu vielen Kontaktsportarten kannst du Tennis dein ganzes Leben lang ausüben.
  • Mentales Training: Konzentration, Taktik, Frustrationstoleranz – Tennis stärkt auch den Kopf. Jeder Punkt ist eine kleine Herausforderung.
  • Flexible Zeiteinteilung: Eine Stunde auf dem Platz reicht für ein effektives Training. Du brauchst keine Mannschaft zusammenzutrommeln – ein Spielpartner genügt.
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Häufige Bedenken von Einsteigern

Viele Erwachsene zögern, weil sie denken, man müsse als Kind angefangen haben. Das stimmt nicht. Natürlich wirst du wahrscheinlich kein Profi mehr, aber darum geht es auch nicht. Tennis macht auf jedem Niveau Spaß, und die Lernkurve ist gerade am Anfang steil – nach 8–10 Trainerstunden kannst du bereits rallyen (Bälle hin und her spielen) und erste Matches spielen.

💡 Gut zu wissen: Die häufigsten Sportverletzungen bei Einsteigern entstehen durch zu schnelle Steigerung, nicht durch die Sportart selbst. Starte langsam, wärme dich auf und steigere die Intensität über Wochen – dann ist Tennis ausgesprochen gelenkschonend.

Dein erster Tennisschläger

Den richtigen Schläger zu finden ist als Anfänger gar nicht so schwer. Hier die wichtigsten Eigenschaften im Überblick:

Eigenschaft Anfänger-Empfehlung
Kopfgröße100–110 sq in (fehlerverzeihend)
Gewicht270–290 g (leicht, kontrollierbar)
BalanceKopflastig (mehr Power)
GriffstärkeL2 oder L3 (im Laden testen)
Preis50–120 € (bitte keine 15-€-Baumarkt-Schläger!)

Die richtige Griffstärke finden

Die Griffstärke ist oft wichtiger als die Schlägermarke. Nimm den Schläger in die Hand: Zwischen Fingerspitzen und Handballen sollte ein Zeigefinger breit Platz sein. Zu dünner Griff führt zu Verkrampfung, zu dicker Griff nimmt dir die Kontrolle. Im Zweifel den dünneren Griff wählen – mit einem Overgrip kannst du nachträglich etwas aufbauen.

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💡 Gut zu wissen: Frag im Verein oder bei deinem Tennistrainer, ob du erstmal einen Schläger leihen kannst. So findest du heraus, was dir liegt, bevor du 80–120 € investierst. Viele Vereine haben Leihschläger für Schnupperstunden.

Die 4 Grundschläge

Im Tennis gibt es vier Grundschläge, die du nach und nach lernst:

  1. Vorhand: Dein Brot-und-Butter-Schlag. Einhändig, seitlich zum Netz, durchschwingen. Die Vorhand ist bei den meisten Spielern der stärkste Schlag – daran arbeitest du zuerst.
  2. Rückhand: Entweder ein- oder beidhändig. Am Anfang ist beidhändig einfacher, weil du mehr Stabilität und Kontrolle hast. Welche Variante besser zu dir passt, findest du im Training heraus.
  3. Aufschlag: Der Start jedes Punktes und oft der schwierigste Schlag für Anfänger. Die Koordination von Ballwurf, Schwungbewegung und Timing braucht Übung – aber wenn er sitzt, hast du einen echten Vorteil.
  4. Volley: Den Ball aus der Luft nehmen am Netz. Kommt später – konzentrier dich erst auf die Grundlinienspiele.
✅ Tipp: Konzentrier dich die ersten 4–6 Wochen nur auf Vorhand und Rückhand von der Grundlinie. Wenn diese beiden Schläge sitzen und du den Ball kontrolliert übers Netz spielen kannst, wird der Rest (Aufschlag, Volley, Slice) viel leichter zu lernen.

Wie startest du am besten?

Der Einstieg ins Tennis ist unkomplizierter, als viele denken. Hier ein bewährter Fahrplan:

  1. Schnupperstunde buchen: Die meisten Tennisvereine bieten Schnupperstunden an, oft sogar kostenlos. Nutze die Gelegenheit, den Sport unverbindlich auszuprobieren.
  2. Anfängerkurs machen: 8–10 Einheiten mit einem Trainer in einer Kleingruppe (3–5 Personen) kosten ca. 150–250 € und bringen dich auf ein Niveau, auf dem du selbständig spielen kannst.
  3. Spielpartner finden: Über den Verein, Freunde oder Apps wie Playtomic. Viele Vereine haben Anfänger-Spieltreffs, bei denen du ohne festen Partner vorbeikommen kannst.
  4. Regelmäßig spielen: 1–2x pro Woche reicht für spürbare Fortschritte. Konstanz schlägt Intensität – lieber zweimal 45 Minuten als einmal zwei Stunden.
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Der häufigste Anfängerfehler

Zu viel Kraft einsetzen! Tennis ist ein Techniksport. Wer nur draufhaut, trifft nichts und verschleißt seinen Arm. Entspannte Arme, eine saubere Schwungbewegung und gutes Timing – dann kommt die Power von allein. Gute Technik schlägt rohe Kraft, immer. Achte besonders darauf, den Schläger locker zu greifen – auf einer Skala von 1 bis 10 reicht eine Griffstärke von 3–4.

Kosten im Überblick

Tennis muss nicht teuer sein. Hier eine realistische Aufstellung der Kosten im ersten Jahr:

  • Vereinsmitgliedschaft: 100–400 €/Jahr (je nach Verein, Region und Platzangebot)
  • Schläger: 50–120 € (einmalig, hält mehrere Jahre)
  • Bälle: 5–10 € pro Dose (4 Bälle, halten ca. 3–5 Trainingseinheiten)
  • Tennisschuhe: 40–80 € (unbedingt spezielle Tennisschuhe mit Profil für Sandplatz oder Teppich – Laufschuhe sind nicht geeignet!)
  • Trainerstunde: 30–60 € pro Stunde (Gruppenstunde deutlich günstiger, oft 15–25 € pro Person)
  • Bekleidung: Normale Sportkleidung reicht völlig – keine spezielle Tenniskleidung nötig

Wo du sparen kannst

Viele Vereine bieten vergünstigte Jahresmitgliedschaften für Neumitglieder an. Schläger vom Vorjahr sind oft 30–50 % reduziert und qualitativ identisch. Und Trainerstunden in der Gruppe (3–4 Personen) sind nicht nur günstiger, sondern machen gerade am Anfang auch mehr Spaß, weil du dich mit Gleichgesinnten austauschen kannst.

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Veröffentlicht durch die SportEinsteiger-Redaktion. Veröffentlicht am 19. Juni 2026.

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