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Tauchen lernen: Dein kompletter Tauchschein-Guide für Anfänger
Klingt wie ein Traum? Wird bald Realität! Ich zeige dir, wie du deinen Tauchschein machst und was du als kompletter Anfänger wissen musst.
Welchen Tauchschein brauchst du?
Es gibt verschiedene Tauchorganisationen – PADI, SSI und CMAS sind die bekanntesten. Alle bieten einen Einsteiger-Schein an, der dich bis 18 Meter Tiefe berechtigt. Die Unterschiede sind minimal, die Anerkennung ist weltweit gegeben.
PADI, SSI oder CMAS – wo liegt der Unterschied?
Diese Frage stellen sich fast alle Einsteiger – und die ehrliche Antwort ist: Im Alltag merkst du kaum einen Unterschied. Alle drei Zertifikate werden weltweit von Tauchbasen akzeptiert. Trotzdem gibt es kleine Besonderheiten:
- PADI ist die größte Organisation weltweit mit über 28 Millionen ausgestellten Zertifikaten. Perfekt, wenn du viel im Ausland tauchen willst – ein PADI-Schein ist quasi überall bekannt.
- SSI arbeitet stark mit Tauchgeschäften zusammen und bietet viele Materialien kostenlos über die App an. Oft günstiger als PADI.
- CMAS ist besonders in Europa und Deutschland verbreitet, hat aber international etwas weniger Reichweite als PADI.
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Unser Rat: Schau, welche Tauchschule in deiner Nähe gute Bewertungen hat – und mach den Schein dort, egal welche Organisation dahintersteckt.
Was kommt nach dem OWD?
Der Open Water Diver ist erst der Anfang. Wenn du auf den Geschmack gekommen bist, stehen dir viele Wege offen:
- Advanced Open Water Diver (AOWD): Berechtigt bis 30 Meter, dauert 2 Tage, 5 Spezialtauchgänge – darunter Nachttauchen und Tieftauchen.
- Rescue Diver: Notfalltraining und erste Hilfe unter Wasser. Viele Taucher bezeichnen diesen Kurs als den lehrreichsten überhaupt.
- Divemaster: Der erste professionelle Level. Du begleitest Taucher und hilfst bei Kursen.
Was kostet der Spaß?
| Position | Kosten (ca.) |
|---|---|
| OWD-Kurs Deutschland | 350–500 € |
| OWD-Kurs im Urlaub (z.B. Ägypten) | 250–380 € |
| Tauchtauglichkeits-Untersuchung | 50–80 € |
| Eigene ABC-Ausrüstung (Maske, Schnorchel, Flossen) | 100–250 € |
Kosten sparen – ohne Abstriche bei der Sicherheit
Tauchen muss nicht teuer sein, wenn du clever planst. Hier sind einige erprobte Wege, um Geld zu sparen:
- Theorie online vorab machen: PADI eLearning oder die SSI App kosten etwa 50–80 € – aber du sparst an der Tauchschule oft 50–100 € Kursgebühr, weil der Unterricht vor Ort wegfällt.
- Kurs im Urlaub kombinieren: In Ägypten, Thailand oder auf den Kanaren kostet ein OWD teilweise 250 € – inklusive Material und Tauchgängen im Meer statt im Hallenbad.
- Ausrüstung gebraucht kaufen: Maske, Schnorchel und Flossen gibt es gut erhalten auf Tauschbörsen oder in Tauchforen für 30–80 €. Atemregler und Tarierweste solltest du dagegen erst leihen, bis du weißt, ob du regelmäßig tauchen willst.
- Vereinskurse: Tauchsportvereine bieten OWD-Kurse oft für 150–250 € an – günstig und mit persönlicher Betreuung über die Zeit.
Voraussetzungen: Wer darf tauchen?
Die gute Nachricht: Fast jeder kann tauchen lernen! Du brauchst:
- Mindestalter: 10 Jahre (Junior OWD) bzw. 15 Jahre (voller OWD)
- Schwimmfähigkeit: 200m Schwimmen oder 300m mit Schnorchel
- Ärztliches Attest: Tauchtauglichkeits-Untersuchung beim Hausarzt oder Taucharzt
Angst vor dem Wasser – das ist normaler als du denkst
Viele Einsteiger haben ein mulmiges Gefühl, bevor sie das erste Mal unter Wasser atmen. Das ist vollkommen normal und kein Grund, das Tauchen aufzugeben. Gute Instructoren wissen das und nehmen sich Zeit für dich. Ein paar Dinge helfen erfahrungsgemäß besonders:
- Langsam anfangen: Erst flaches Wasser, dann tiefer – niemals Schritt überspringen.
- Ruhig atmen: Die meisten Panikmomente entstehen durch flaches, hektisches Atmen. Tief ein, langsam aus – das beruhigt Körper und Geist.
- Vertrautem Instructor vertrauen: Sprich offen über deine Bedenken. Ein guter Lehrer passt das Tempo an dich an.
Übrigens: Manche Menschen, die anfangs starke Hemmungen hatten, sind heute begeisterte Wochenend-Taucher. Der Einstieg ist der schwerste Schritt – danach wird es fast immer leichter.
Der Kursablauf: Schritt für Schritt
Dein Weg zum Tauchschein sieht so aus:
- Theorie (online oder Klassenzimmer): Physik unter Wasser, Ausrüstung, Sicherheitsregeln, Handzeichen
- Confined Water (Pool): Atemregler-Handling, Maske fluten und ausblasen, Tarierung üben, Notfall-Aufstieg
- Open Water (Freiwasser): 4 Tauchgänge im See oder Meer – die Übungen aus dem Pool plus freies Tauchen
- Prüfung: Theoretischer Multiple-Choice-Test (50 Fragen, 75% zum Bestehen)
Pool-Training: Die wichtigsten Skills im Detail
Das Confined Water Training klingt vielleicht unspektakulär – ist aber der Kern deiner Ausbildung. Hier lernst du die Handgriffe, die dich im Ernstfall sicher machen. Typische Übungen, auf die du dich vorbereiten kannst:
- Maske fluten und ausblasen: Wasser kommt in die Maske – kein Problem, wenn du weißt, wie du es wieder rauskriegst. Übst du im Pool, klappt es im Meer wie selbstverständlich.
- Atemregler verlieren und wiederfinden: Klingt beunruhigend, ist aber eine Standardübung. Du lernst, den Regler gezielt zurückzuholen und sofort weiterzuatmen.
- Tarierweste kontrolliert befüllen und ablassen: Die neutrale Tarierung – also weder sinken noch steigen – ist die wichtigste Fähigkeit für angenehmes Tauchen und schützt gleichzeitig das Riff.
- Notaufstieg: Im Notfall steigst du kontrolliert auf – dabei atmest du konstant aus, um Lungenüberdehnung zu vermeiden.
Die meisten Schülerinnen und Schüler brauchen 2–3 Pool-Einheiten, bis sich diese Bewegungen natürlich anfühlen. Gib dir die Zeit – Routine kommt mit Wiederholung.
Die richtige Tauchschule finden
Worauf du achten solltest:
- Kleine Gruppen: Max. 4 Schüler pro Instructor
- Gute Bewertungen: Google Reviews, TripAdvisor, Tauch-Foren
- Modernes Equipment: Gepflegte, aktuelle Ausrüstung
- Keine Hektik: Der Kurs sollte nicht im Schnelldurchlauf passieren
Fragen, die du einer Tauchschule stellen solltest
Bevor du buchst, lohnt es sich, ein kurzes Gespräch zu führen – persönlich oder per E-Mail. Gute Tauchschulen beantworten diese Fragen ohne Zögern:
- Wie viele Schüler sind maximal pro Instructor im Wasser?
- Wie alt ist die Ausrüstung, die ich leihen kann?
- Ist das ärztliche Attest im Kurs inbegriffen oder muss ich es mitbringen?
- Was passiert, wenn ich einen Kurstag wegen Krankheit verpasse?
- Gibt es die Möglichkeit, Zusatz-Pool-Einheiten zu buchen, wenn ich mehr Übung brauche?
Wenn eine Tauchschule auf solche Fragen genervt reagiert oder ausweicht – lieber weitersuchen. Du investierst Geld und Vertrauen, das sollte sich lohnen.
Schnuppertauchen: Erstmal reinschnuppern?
Nicht sicher, ob Tauchen dein Ding ist? Dann buch einen Discover Scuba Diving (Schnuppertauchen). In 2–3 Stunden bekommst du eine Einführung, gehst ins Wasser und tauchst mit Instructor auf 6–12 Meter. Kosten: 50–80 €. Perfekt, um zu testen, ob du dich unter Wasser wohlfühlst.
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Veröffentlicht durch die SportEinsteiger-Redaktion. Veröffentlicht am 12. Juni 2026.
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